Aha-Momente – Wie sie entstehen und wie wir sie herbeiführen können

Das Juli-Heft von Psychologie Heute enthält meinen Artikel Aha! Wenn der Groschen fällt. Als Journalistin und als Krimiautorin, kurz: als Kreative, bin ich auf gute Einfälle angewiesen. Deshalb war die Recherche zu diesem Artikel nicht nur interessant für mich, sondern auch besonders nützlich. Habe ich den bestenJob/die besten Jobs auf der Welt, oder was? 😉

Wie üblich enthält dieser erste Post zu dem Artikel die Outtakes, also die Passagen, die es aus Platzgründen nicht ins Heft geschafft haben. In einem zweiten Post verrate ich meine wichtigsten Quellen und gebe Hinweise auf einige Zitate und Links, die ich erst nach dem Schreiben gefunden habe.

Genug der Vorrede. Hier sind die Outtakes: Weiterlesen

Überraschung! Das unterschätzte Gefühl, das das Leben lebenswert macht (Outtakes)

PH0516Hier also, wie im vorigen Post versprochen und wie üblich bei neuen Artikeln von mir, die Outtakes aus meinem Psychologie-Heute-Beitrag „Überraschung!“. Passagen also, die es aus Platzgründen nicht ins Heft geschafft haben. Im Gegensatz zu Printmedien kennt das Internet glücklicherweise keine Begrenzungen 😉

Los geht’s:

Überraschung ist ein rätselhaftes Gefühl mit vielen Facetten. Einerseits verunsichert sie, andererseits kann sie Freude und Glück intensivieren. Kinder – und nicht nur sie – lernen aus ihr. Kurz: Sie gibt unserem Leben Würze und sorgt dafür, dass es nicht langweilig wird.

Unser Leben ist gleichzeitig ärmer und reicher an Überraschungen als das unserer Vorfahren. Der technische Fortschritt und speziell die Digitalisierung sorgen dafür, dass Veränderungen immer schneller auf uns einprasseln. In immer kürzeren Abständen sind wir mit Neuerungen konfrontiert, im Beruf und auch in der Freizeit. Wer arbeitet schon noch auf dieselbe Art und Weise wie vor 25 oder auch nur zehn Jahren? Wer hört noch Musik oder schaut Videos wie in der gar nicht so weit zurückliegenden Vergangenheit? Weiterlesen

Überraschung! Das unterschätzte Gefühl, das das Leben lebenswert macht

Das Mai-Heft von Psychologie Heute enthält meinen Artikel Überraschung! Er basiert unter anderem auf dem Buch Surprise: Embrace the Unpredictable and Engineer the Unexpected von Tania Luna und LeeAnn Renninger.

Ich fand das Thema sehr spannend und habe eine Menge Neues und Nützliches gelernt. In einem zweiten Post in den kommenden Tagen werde ich hier im Blog einige Passagen veröffentlichen, die es aus Platzgründen nicht ins heft geschafft haben.

Jetzt aber erst einmal für, die die es interessiert meine weiteren Quellen:

Weiterlesen

Gefälschte Medikamente – auch hierzulande ein Problem

TODLICHE IMITATE - 2000Aktuell berichten die Medien über gefälschte Medikamente, die der Zoll 2015 abgefangen hat, siehe zum Beispiel die Artikel hier, hier und hier. Und ja, die größte Gefahr droht uns hierzulande, wenn wir wahllos irgendetwas im Internet bestellen. Aber das hat man ja in der Hand.

Was ich bedenklicher finde, ist das, worum es in der folgenden Passage aus dem Artikel der Apotheken-Umschau geht: Weiterlesen

Aktuelle Informationen der WHO über gefälschte Medikamente

cropped-todliche-imitate-20001.jpgHeute gibt es einen Linktipp. Und zwar hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihr Fact Sheet über gefälschte medizinische Produkte und Ähnliches auf den neuesten Stand gebracht.

Aus diesem Text geht klar hervor: Das Thema meines Büchleins Tödliche Imitate und meines Thrillers Ohne Skrupel ist leider weiter hochaktuell und die Bedrohung hat eher zu- als abgenommen.

Drei Kernaussagen des WHO-Merkblatts: Weiterlesen

Auch der berühmte Psychologe Paul Ekman lehnt Folter ab

Ich blogge hier ja gerne über neue Erkenntnisse zu Themen, über die ich einmal einen Artikel geschrieben habe. Gerade habe ich einen kurzen Beitrag von Paul Ekman gefunden, der zu meinem Artikel Empathie schlägt Folter passt, der 2010 im Juli-Heft von Psychologie Heute erschienen und leider immer noch aktuell ist (und sich leider hinter einer Bezahlschranke befindet).

Was mich als Wissenschaftsjournalistin an Ekmans Text besonders interessiert, ist dieser Satz:

I did get the chance once to train interrogators at Abu Ghraib, and they reported back that my humane, emotional connection interviews were very successful.

Denn er bestätigt, was Experten wie Matthew Alexander sagen, die die Praxis kennen.

Umgekehrt ist Folter ineffektiv, wie 2014 zum Beispiel ein Bericht des amerikanischen Senats über die CIA-Praktiken ergab. Das Folgende stammt aus einem Artikel des Guardian darüber:

The CIA’s use of its enhanced interrogation techniques was not an effective means of acquiring intelligence or gaining cooperation from detainees.

Was niemanden erstaunt, der sich, wie ich, mit dem Thema befasst hat. Deshalb habe ich mich auch über den treffenden Titel gefreut, den der Redakteur meinem Artikel gab: „Empathie schlägt Folter“. Bei Google+ habe ich aus etwas anderer Perspektive und mit einer anderen Quelle über den Bericht geschrieben.

Folter ist also nicht nur unmenschlich, unethisch und einer Demokratie nicht würdig, sie wirkt noch nicht einmal.

Wer sich noch eingehender mit dem Thema beschäftigen möchte, findet einige weitere Informationen in diesem kurzen Google+-Post von mir.

Es ist wissenschaftlich nicht belegt, dass das Internet dem Gehirn von Kindern und Jugendlichen schadet

IMG_0844„… there is currently no evidence from neuroscience studies that typical internet use harms the adolescent brain“, schreiben drei Neurowissenschaftler im aktuellen British Medical Journal.

Dort widerlegen sie eine Reihe von Behauptungen über die Schädlichkeit des Internets und digitaler Medien allgemein, auf die ich vor einem Jahr in einem Artikel in Psychologie Heute eingegangen bin: Wie die digitalen Medien und vor allem das Internet uns beim Denken und Lernen helfen. Was ich damals im Hinblick auf diese Dinge geschrieben habe, hat also weiterhin Bestand.

Hier geht’s zum BMJ Artikel: The debate over digital technology and young people.

Und hier zur zugehörigen Pressemitteilung (pdf): Concern over claims about how technology affects young brains.

Stress hat auch seine guten Seiten – meine Quellen

Wie gestern angekündigt, veröffentliche ich in diesem Post die wesentlichen Quellen, auf denen mein Artikel Schöner Stress im Augustheft von Psychologie Heute basiert.

Dies waren

erstens das Buch The Upside of Stress: Why stress is good for you (and how to get good at it) von Kelly McGonigal

und zweitens diese Artikel und Websites:

Kelly McGonigal: http://kellymcgonigal.com
The Center for Compassion and Altruism Research and Education: http://ccare.stanford.edu
Kelly McGonigal, Wie man Stress zu seinem Freund machen kann: http://www.ted.com/talks/kelly_mcgonigal_how_to_make_stress_your_friend?language=de
Studie der Techniker Krankenkasse zum Stress in Deutschland: http://www.tk.de/tk/themen/kampagne-stress/studienband-und-ergebnisse/609538
Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Sterbefaelle/Tabellen/LebenserwartungBundeslaenderMaennlich.html und https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Sterbefaelle/Tabellen/LebenserwartungBundeslaenderWeiblich.html
Abiola Keller et al., Does the perception that stress affects health matter? The association with health and mortality: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3374921/
Hermann Nabi et al., Increased risk of coronary heart disease among individuals reporting adverse impact of stress on their health: the Whitehall II prospective cohort study: http://eurheartj.oxfordjournals.org/content/34/34/2697.long
Charles Holahan et al., Stress Generation, Avoidance Coping, and Depressive Symptoms: A 10-Year Model: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3035563/
Louis Tay, Multilevel mixed-measurement IRT analysis: An explication and application to self-reported emotions around the world: http://members.home.nl/jeroenvermunt/tay2009b.pdf
Roy Baumeister et a., Some Key Differences between a Happy Life and a Meaningful Life: http://faculty-gsb.stanford.edu/aaker/pages/documents/SomeKeyDifferencesHappyLifeMeaningfulLife.pdf
Shelley E. Taylor: https://taylorlab.psych.ucla.edu
Shelley E. Taylor et al., Biobehavioral Responses to Stress in Females:
Tend-and-Befriend, not Fight-or-Flight: http://scholar.harvard.edu/marianabockarova/files/tend-and-befriend.pdf
Bernadette von Dawans et al., The Social Dimension of Stress Reactivity: Acute Stress Increases Prosocial Behavior in Humans: https://www.psychologie.uni-freiburg.de/abteilungen/psychobio/team/publikationen/stressandprosocialbehaviour
(Zugehörige PM) Gestresste Männer sind sozialer: http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2012/pm.2012-05-21.111
Clemens Kirschbaum et al., The ‚Trier Social Stress Test‘–a tool for investigating psychobiological stress responses in a laboratory setting: http://www.researchgate.net/publication/14944707_The_%27Trier_Social_Stress_Test%27–a_tool_for_investigating_psychobiological_stress_responses_in_a_laboratory_setting
Michael Poulin, Giving to Others and the Association Between Stress and Mortality: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3780662/
Michael Poulin, Volunteering predicts health among those who value others: two national studies: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23566179
Michael J. Poulin: http://psychology.buffalo.edu/about-us/faculty/poulin
APA, Turning Lemons into Lemonade: Hardiness Helps People Turn Stressful Circumstances into Opportunities: http://www.apa.org/research/action/lemon.aspx
Jeremy Jamieson: https://www.psych.rochester.edu/people/jamieson_jeremy/index.html Jeremy P. Jamieson et al., Improving Acute Stress Responses: The Power of Reappraisal, http://www.wjh.harvard.edu/~nock/nocklab/Jamieson-2013.pdf
Jamieson et al. http://dash.harvard.edu/bitstream/handle/1/4214916/Mendes_ReappraisingArousal.pdf?sequence=2
Jeremy Jamieson, Public Speaking and Stress Responses: https://www.psychologytoday.com/blog/the-many-sides-stress/201306/public-speaking-and-stress-responses
Interview mit Oliver Wolf „Bei Stress übernimmt unser Autopilot die Führung“: http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,oid,36051/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/~/%E2%80%9EBei_Stress_%C3%BCbernimmt_unser_Autopilot_die_F%C3%BChrung%E2%80%9C.html
Jeylan T. Mortimer, The Benefits and Risks of Adolescent Employment: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2936460/
Mortimer, J. T., Staff, J., Early work as a source of developmental discontinuity during the transition to adulthood: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15704827
Megan Gunnar et al., Moderate versus severe early life stress: Associations with stress reactivity and regulation in 10–12-year-old children: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2670489/#R69
Mark Seery et al., Whatever Does Not Kill Us:Cumulative Lifetime Adversity, Vulnerability, and Resilience: https://webfiles.uci.edu/rsilver/Seery,%20Holman,%20&%20Silver%202010%20JPSP.pdf
Alison Wood Brooks, Get Excited: Reappraising Pre-Performance Anxiety as Excitement: http://www.apa.org/pubs/journals/releases/xge-a0035325.pdf
(Zugehörige PM) Getting Excited Helps with Performance Anxiety More Than Trying to Calm Down, Study Finds: http://www.apa.org/news/press/releases/2013/12/performance-anxiety.aspx
Juliane Strack et al., Will you thrive under pressure or burn out? Linking anxiety motivation and emotional exhaustion: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24889219
Michael S. Krasner et al., Association of an Educational Program in Mindful Communication With Burnout, Empathy, and Attitudes Among Primary Care Physicians: http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=184621
Geoffrey L. Cohen und David K. Sherman, The Psychology of Change: Self-Affirmation and Social Psychological Intervention: https://ed.stanford.edu/sites/default/files/annurev-psych-psychology_of_change_final_e2.pdf
Abelson, J. L. et al., Brief cognitive intervention can modulate neuroendocrine stress responses to the Trier Social Stress Test: Buffering effects of a compassionate goal orientation: http://www.psyneuen-journal.com/article/S0306-4530%2814%2900067-5/abstract
Menschen helfen, gesund bleiben (PM der Uni Freiburg): http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2014/pm.2014-05-14.39

Anmerkung: Manchmal erhalte ich von Wissenschaftlern die vollständige Veröffentlichung, kann im Internet aber nur auf einen Abstract (eine Zusammenfassung) verlinken, weil sich der Artikel als Ganzes hinter einer Paywall (Zahlschranke) befindet.

Um ein verwandtes Thema (posttraumatischen Stress) ging es in meinem Artikel Am Trauma wachsen im Märzheft von Psychologie Heute, s. mein Post Verletzlicher, aber stärker – Wie wir an traumatischen Erlebnissen wachsen.

Stress hat auch seine guten Seiten

„… this sort of tension, unpleasant though it is, is (for me, at least) a prerequisite of performing well.“ Oliver Sacks über Lampenfieber

Das Augustheft von Psychologie Heute enthält meinen Artikel Schöner Stress als Titelgeschichte. Zum selben Thema ebenfalls lesenswert sind das Editorial von Ursula Nuber und sowie das Interview mit Helen Heinemann, die das Buch Warum Stress glücklich macht: Oder: Wieso wir aufhören sollten zu entspannen geschrieben hat.

Die Recherche hat mir viel Spaß gemacht und wie so oft habe ich selbst dabei auch eine Menge gelernt.

Hier, wie üblich, die Outtakes, also die Passagen, die es aus Platzgründen nicht in die Zeitschrift geschafft haben:

Andererseits ist bekannt, dass Gedanken die Gesundheit beeinflussen können. Man denke nur an den Placebo-Effekt.

Megan Gunnar und weitere Forscher von derselben Universität zeigten, dass Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren am wenigsten mit einer Erhöhung des Cortisol-Spiegels auf Stress reagierten, also resilienter waren, wenn sie am Anfang ihres Lebens mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen hatten. Diese Kinder waren sehr jung aus dem Ausland adoptiert worden, was die Wissenschaftler als mittlere Belastung werteten. Sowohl Jungen und Mädchen, die länger auf die Adoption warten mussten (starke Belastung), als auch solche, die bei ihren leiblichen Eltern aufwuchsen (keine Belastung), waren weniger widerstandsfähig.

Zwar könnte man theoretisch aus Seerys U-förmigen Kurven Schwellenwerte ablesen. Doch dabei handelt es sich erstens um Durchschnittswerte von verschiedenen Probanden mit unterschiedlichen Erlebnissen, so dass sich daraus keine Aussage für einen bestimmten Fall ableiten lässt. Kelly McGonigal, die selbst zu viel Schlimmes erlebt hat, um sich im optimalen Bereich zu befinden, hat den Forscher selbst nach Rückschlüssen aus seinen Daten gefragt. Im Hinblick auf die Personen mit ungewöhnlich vielen schlimmen Erlebnissen betont Seery, dass es sich um zu wenige handelt, um aufgrund der Zahlen zuverlässige Angaben machen zu können. Außerdem weiß er, dass es einigen dieser Teilnehmer außergewöhnlich gut geht. Er ist deshalb zuversichtlich, dass es zumindest möglich ist, auch aus einer Vielzahl von Schicksalsschlägen ohne bleibende Schäden hervorzugehen.

Eine Berufsgruppe macht offenbar vieles richtig. Das Versorgen von Notfallpatienten ist gewiss keine leichte Aufgabe. Und doch fasst Hans-Eckart Klose von der Universität Freiburg die Ergebnisse einer Befragung so zusammen: „Rettungsassistenten arbeiten viel und stehen oft unter hohem Zeitdruck, aber durchgängigen psychischen Stress im Sinne einer objektiven Überforderung stellen wir nicht fest.“ Als Gründe nennt der Wirtschaftspsychologe, dass die Betreffenden „ihre Arbeit als besonders sinnhaft und wichtig wahrnehmen“, sowie das Gemeinschaftsgefühl, das schützend wirken kann.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeichnen ein differenzierteres, positiveres Bild vom Stress. Und das ist gut. Denn wie sagt Kelly McGonigal? Ein sinnerfülltes Leben ist ein stressreiches Leben.

In meinem nächsten Post veröffentliche ich, wie gehabt, die wichtigsten Quellen zu diesem Artikel. Wer nicht warten mag, findet sie außerdem zurzeit (8.7.2015) auf der Website von Psychologie Heute.

Um ein verwandtes Thema (posttraumatischen Stress) ging es übrigens in meinem Artikel Am Trauma wachsen im Märzheft von Psychologie Heute, s. mein Post Verletzlicher, aber stärker – Wie wir an traumatischen Erlebnissen wachsen.

Neue Forschung zum Thema gefälschte Medikamente

Die amerikanischen National Institutes of Health haben eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie auf Artikel hinweisen, die gerade vom The American Journal of Tropical Medicine and Hygiene veröffenlicht wurden. (Dieser Link führt zu den Abstracts und dieser Link zum Vorwort.) In den 17 Beiträgen geht es um neue Studien sowie um Vorschläge, was man tun sollte, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Der Titel eines Artikels spricht sehr treffend von „Murder by Medicine“ und genau das ist es in vielen Fällen, allerdings nicht durch echte Medizin, sondern durch minderwertige Nachahmungen.

Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung:

Global pandemic of fake medicines poses urgent risk, scientists say

Poor quality medicines are a real and urgent threat that could undermine decades of successful efforts to combat HIV/AIDS, malaria and tuberculosis, according to the editors of a collection of journal articles published today. Scientists report up to 41 percent of specimens failed to meet quality standards in global studies of about 17,000 drug samples. Among the collection is an article describing the discovery of falsified and substandard malaria drugs that caused an estimated 122,350 deaths in African children in 2013.

Seventeen articles in all, detailing various aspects of the issue and proposing possible solutions, are included in a special journal supplement “The Global Pandemic of Falsified Medicines: Laboratory and Field Innovations and Policy Perspectives,” published online ahead of print by The American Journal of Tropical Medicine and Hygiene. Several articles suggest policy interventions, including an international framework and the adoption of stricter national laws against drug counterfeiting.

In an introductory essay, former U.S. Food and Drug Administration Commissioner Margaret Hamburg, M.D., says globalization has added layers of complexity to the drug supply chain that require greater oversight. “Today’s medical-product landscape blurs the line between domestic and foreign production, drawing attention to the need for global quality and safety oversight to prevent patient exposure to falsified products,” wrote Dr. Hamburg, who was recently named foreign secretary of the Institute of Medicine.

Scientists inspected the quality of about 16,800 samples of anti-malarials, anti-tuberculosis medicines, antibiotics and anti-leishmaniasis drugs and reported from 9 to 41 percent failed to meet the specifications. Seven separate studies were carried out, primarily in low-resource settings, and included samples from public and private sources.

Die Fettungen in dem Text stammen von mir.

Dieser Post ist wie alle zu diesem Thema auch ein Service für die Leser meines Buches Tödliche Imitate, die hier im Blog kontinuierlich neue ergänzende Informationen zum Thema gefälschte Medikamente finden.

TODLICHE IMITATE - 2000