Heilige Werte – Wurzel schwer lösbarer Konflikte

ph1216 Das Dezember-Heft von Psychologie Heute enthält meinen Artikel über Heilige Werte. Als Wissenschaftlerin (ich bin Biologin) bin ich immer wieder erstaunt und manchmal auch schockiert, wenn Menschen Vernunftgründen oder Fakten nicht zugänglich sind. Meine Recherche zum Thema Heilige Werte hat mir geholfen zu verstehen, wie es dazu kommen kann und dass wir alle moralische Grundsätze haben, von denen wir unter keinen Umständen abrücken wollen.

Auch warum es diese Werte gibt, habe ich dadurch verstanden: Sie halten kleine und große Gruppe (zum Beispiel Religionsgemeinschaften oder Staaten) zusammen und ermöglichen es, dass wir Menschen, mit denen wir nicht verwandt sind oder die uns sogar fremd sind, vertrauen und mit ihnen zusammenarbeiten. Mehr dazu, wie gesagt, in Heft 12/16 von Psychologie.

Wie üblich enthält dieser erste Post zu dem Artikel die Outtakes, also die Passagen, die es aus Platzgründen nicht ins Heft geschafft haben. Dieses Mal sind es besonders viele, weil ich das Thema so wichtig und so spannend fand. Weiterlesen

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Besonders infam: gefälschte Impfstoffe

TODLICHE IMITATE - 2000Am letzten Freitag erst habe ich bei einer Lesung aus meinem Thriller Ohne Skrupel unter anderem eine Passage vorgelesen, in der ein nigerianischer Arzt sagt:

„Mein Alptraum ist, dass wir einmal einen Impfstoff bekommen, der gefälscht ist. Bis jetzt hatten wir da Glück.“ Er sah Coris ungläubigen Blick. „Doch, es gibt Leute, die absolut keine Skrupel haben. Es ist gar nicht lange her, da hat jemand in den Philippinen Wasser als Grippeimpfstoff verkauft.“

Diesen Fall gab es tatsächlich. Nachzulesen zum Beispiel hier und hier. Weiterlesen

Aha-Momente – Wie sie entstehen und wie wir sie herbeiführen können

Das Juli-Heft von Psychologie Heute enthält meinen Artikel Aha! Wenn der Groschen fällt. Als Journalistin und als Krimiautorin, kurz: als Kreative, bin ich auf gute Einfälle angewiesen. Deshalb war die Recherche zu diesem Artikel nicht nur interessant für mich, sondern auch besonders nützlich. Habe ich den bestenJob/die besten Jobs auf der Welt, oder was? 😉

Wie üblich enthält dieser erste Post zu dem Artikel die Outtakes, also die Passagen, die es aus Platzgründen nicht ins Heft geschafft haben. In einem zweiten Post verrate ich meine wichtigsten Quellen und gebe Hinweise auf einige Zitate und Links, die ich erst nach dem Schreiben gefunden habe.

Genug der Vorrede. Hier sind die Outtakes: Weiterlesen

Überraschung! Das unterschätzte Gefühl, das das Leben lebenswert macht (Outtakes)

PH0516Hier also, wie im vorigen Post versprochen und wie üblich bei neuen Artikeln von mir, die Outtakes aus meinem Psychologie-Heute-Beitrag „Überraschung!“. Passagen also, die es aus Platzgründen nicht ins Heft geschafft haben. Im Gegensatz zu Printmedien kennt das Internet glücklicherweise keine Begrenzungen 😉

Los geht’s:

Überraschung ist ein rätselhaftes Gefühl mit vielen Facetten. Einerseits verunsichert sie, andererseits kann sie Freude und Glück intensivieren. Kinder – und nicht nur sie – lernen aus ihr. Kurz: Sie gibt unserem Leben Würze und sorgt dafür, dass es nicht langweilig wird.

Unser Leben ist gleichzeitig ärmer und reicher an Überraschungen als das unserer Vorfahren. Der technische Fortschritt und speziell die Digitalisierung sorgen dafür, dass Veränderungen immer schneller auf uns einprasseln. In immer kürzeren Abständen sind wir mit Neuerungen konfrontiert, im Beruf und auch in der Freizeit. Wer arbeitet schon noch auf dieselbe Art und Weise wie vor 25 oder auch nur zehn Jahren? Wer hört noch Musik oder schaut Videos wie in der gar nicht so weit zurückliegenden Vergangenheit? Weiterlesen

Überraschung! Das unterschätzte Gefühl, das das Leben lebenswert macht

Das Mai-Heft von Psychologie Heute enthält meinen Artikel Überraschung! Er basiert unter anderem auf dem Buch Surprise: Embrace the Unpredictable and Engineer the Unexpected von Tania Luna und LeeAnn Renninger.

Ich fand das Thema sehr spannend und habe eine Menge Neues und Nützliches gelernt. In einem zweiten Post in den kommenden Tagen werde ich hier im Blog einige Passagen veröffentlichen, die es aus Platzgründen nicht ins heft geschafft haben.

Jetzt aber erst einmal für, die die es interessiert meine weiteren Quellen:

Weiterlesen

Gefälschte Medikamente – auch hierzulande ein Problem

TODLICHE IMITATE - 2000Aktuell berichten die Medien über gefälschte Medikamente, die der Zoll 2015 abgefangen hat, siehe zum Beispiel die Artikel hier, hier und hier. Und ja, die größte Gefahr droht uns hierzulande, wenn wir wahllos irgendetwas im Internet bestellen. Aber das hat man ja in der Hand.

Was ich bedenklicher finde, ist das, worum es in der folgenden Passage aus dem Artikel der Apotheken-Umschau geht: Weiterlesen

Aktuelle Informationen der WHO über gefälschte Medikamente

cropped-todliche-imitate-20001.jpgHeute gibt es einen Linktipp. Und zwar hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihr Fact Sheet über gefälschte medizinische Produkte und Ähnliches auf den neuesten Stand gebracht.

Aus diesem Text geht klar hervor: Das Thema meines Büchleins Tödliche Imitate und meines Thrillers Ohne Skrupel ist leider weiter hochaktuell und die Bedrohung hat eher zu- als abgenommen.

Drei Kernaussagen des WHO-Merkblatts: Weiterlesen

Auch der berühmte Psychologe Paul Ekman lehnt Folter ab

Ich blogge hier ja gerne über neue Erkenntnisse zu Themen, über die ich einmal einen Artikel geschrieben habe. Gerade habe ich einen kurzen Beitrag von Paul Ekman gefunden, der zu meinem Artikel Empathie schlägt Folter passt, der 2010 im Juli-Heft von Psychologie Heute erschienen und leider immer noch aktuell ist (und sich leider hinter einer Bezahlschranke befindet).

Was mich als Wissenschaftsjournalistin an Ekmans Text besonders interessiert, ist dieser Satz:

I did get the chance once to train interrogators at Abu Ghraib, and they reported back that my humane, emotional connection interviews were very successful.

Denn er bestätigt, was Experten wie Matthew Alexander sagen, die die Praxis kennen.

Umgekehrt ist Folter ineffektiv, wie 2014 zum Beispiel ein Bericht des amerikanischen Senats über die CIA-Praktiken ergab. Das Folgende stammt aus einem Artikel des Guardian darüber:

The CIA’s use of its enhanced interrogation techniques was not an effective means of acquiring intelligence or gaining cooperation from detainees.

Was niemanden erstaunt, der sich, wie ich, mit dem Thema befasst hat. Deshalb habe ich mich auch über den treffenden Titel gefreut, den der Redakteur meinem Artikel gab: „Empathie schlägt Folter“. Bei Google+ habe ich aus etwas anderer Perspektive und mit einer anderen Quelle über den Bericht geschrieben.

Folter ist also nicht nur unmenschlich, unethisch und einer Demokratie nicht würdig, sie wirkt noch nicht einmal.

Wer sich noch eingehender mit dem Thema beschäftigen möchte, findet einige weitere Informationen in diesem kurzen Google+-Post von mir.

Es ist wissenschaftlich nicht belegt, dass das Internet dem Gehirn von Kindern und Jugendlichen schadet

IMG_0844„… there is currently no evidence from neuroscience studies that typical internet use harms the adolescent brain“, schreiben drei Neurowissenschaftler im aktuellen British Medical Journal.

Dort widerlegen sie eine Reihe von Behauptungen über die Schädlichkeit des Internets und digitaler Medien allgemein, auf die ich vor einem Jahr in einem Artikel in Psychologie Heute eingegangen bin: Wie die digitalen Medien und vor allem das Internet uns beim Denken und Lernen helfen. Was ich damals im Hinblick auf diese Dinge geschrieben habe, hat also weiterhin Bestand.

Hier geht’s zum BMJ Artikel: The debate over digital technology and young people.

Und hier zur zugehörigen Pressemitteilung (pdf): Concern over claims about how technology affects young brains.