Auch der berühmte Psychologe Paul Ekman lehnt Folter ab

Ich blogge hier ja gerne über neue Erkenntnisse zu Themen, über die ich einmal einen Artikel geschrieben habe. Gerade habe ich einen kurzen Beitrag von Paul Ekman gefunden, der zu meinem Artikel Empathie schlägt Folter passt, der 2010 im Juli-Heft von Psychologie Heute erschienen und leider immer noch aktuell ist (und sich leider hinter einer Bezahlschranke befindet).

Was mich als Wissenschaftsjournalistin an Ekmans Text besonders interessiert, ist dieser Satz:

I did get the chance once to train interrogators at Abu Ghraib, and they reported back that my humane, emotional connection interviews were very successful.

Denn er bestätigt, was Experten wie Matthew Alexander sagen, die die Praxis kennen.

Umgekehrt ist Folter ineffektiv, wie 2014 zum Beispiel ein Bericht des amerikanischen Senats über die CIA-Praktiken ergab. Das Folgende stammt aus einem Artikel des Guardian darüber:

The CIA’s use of its enhanced interrogation techniques was not an effective means of acquiring intelligence or gaining cooperation from detainees.

Was niemanden erstaunt, der sich, wie ich, mit dem Thema befasst hat. Deshalb habe ich mich auch über den treffenden Titel gefreut, den der Redakteur meinem Artikel gab: „Empathie schlägt Folter“. Bei Google+ habe ich aus etwas anderer Perspektive und mit einer anderen Quelle über den Bericht geschrieben.

Folter ist also nicht nur unmenschlich, unethisch und einer Demokratie nicht würdig, sie wirkt noch nicht einmal.

Wer sich noch eingehender mit dem Thema beschäftigen möchte, findet einige weitere Informationen in diesem kurzen Google+-Post von mir.

Es ist wissenschaftlich nicht belegt, dass das Internet dem Gehirn von Kindern und Jugendlichen schadet

IMG_0844„… there is currently no evidence from neuroscience studies that typical internet use harms the adolescent brain“, schreiben drei Neurowissenschaftler im aktuellen British Medical Journal.

Dort widerlegen sie eine Reihe von Behauptungen über die Schädlichkeit des Internets und digitaler Medien allgemein, auf die ich vor einem Jahr in einem Artikel in Psychologie Heute eingegangen bin: Wie die digitalen Medien und vor allem das Internet uns beim Denken und Lernen helfen. Was ich damals im Hinblick auf diese Dinge geschrieben habe, hat also weiterhin Bestand.

Hier geht’s zum BMJ Artikel: The debate over digital technology and young people.

Und hier zur zugehörigen Pressemitteilung (pdf): Concern over claims about how technology affects young brains.