Aktueller Bericht von UNODOC über gefälschte Medikamente und mehr

Die Fälschung von Medikamenten ist etwas, über das ich mehrfach geschrieben habe. Unter anderem zweimal in Buchform: Tödliche Imitate (die Fakten) und Ohne Skrupel (ein Thriller).

Weil mich das Thema weiterhin interessiert (und empört), berichte ich hier im Blog, wenn ich neue Informationen dazu finde. Außerdem können interessierte Leser von Tödliche Imitate auf diese Weise auf dem Laufenden bleiben, wenn sie möchten.

Heute habe ich diesen aktuellen Bericht von UNODOC (United Nations Office on Drugs and Crime) entdeckt: The Illicit Trafficking of Counterfeit Goods and Transnational Organized Crime (pdf).

In dem Report gibt es unter anderem ein Unterkapitel mit dem Titel „Fraudulent Medicines“ (S. 5f.) mit einigen interessanten Zahlen und Quellen. Zitat: „the sale of fraudulent medicines from East Asia and the Pacific to South-East Asia and Africa alone amounts to some $5 billion per year“.

Das Fälschen von Medikamenten ist ein Milliardengeschäft. Und gefälschte Antibiotika, AIDS-, Krebs- und Malariamittel sind etwas ganz anderes als kopierte Handtaschendesigns. Man weiß nicht, wie hoch die Zahl der Todesopfer als Folge solcher wirkungslosen oder schlechter wirkenden Präparate ist, aber sie dürfte erheblich sein.

TODLICHE IMITATE - 2000

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