Aktueller Bericht von UNODOC über gefälschte Medikamente und mehr

Die Fälschung von Medikamenten ist etwas, über das ich mehrfach geschrieben habe. Unter anderem zweimal in Buchform: Tödliche Imitate (die Fakten) und Ohne Skrupel (ein Thriller).

Weil mich das Thema weiterhin interessiert (und empört), berichte ich hier im Blog, wenn ich neue Informationen dazu finde. Außerdem können interessierte Leser von Tödliche Imitate auf diese Weise auf dem Laufenden bleiben, wenn sie möchten.

Heute habe ich diesen aktuellen Bericht von UNODOC (United Nations Office on Drugs and Crime) entdeckt: The Illicit Trafficking of Counterfeit Goods and Transnational Organized Crime (pdf).

In dem Report gibt es unter anderem ein Unterkapitel mit dem Titel „Fraudulent Medicines“ (S. 5f.) mit einigen interessanten Zahlen und Quellen. Zitat: „the sale of fraudulent medicines from East Asia and the Pacific to South-East Asia and Africa alone amounts to some $5 billion per year“.

Das Fälschen von Medikamenten ist ein Milliardengeschäft. Und gefälschte Antibiotika, AIDS-, Krebs- und Malariamittel sind etwas ganz anderes als kopierte Handtaschendesigns. Man weiß nicht, wie hoch die Zahl der Todesopfer als Folge solcher wirkungslosen oder schlechter wirkenden Präparate ist, aber sie dürfte erheblich sein.

TODLICHE IMITATE - 2000

Aktuelle Forschung: keine Spur von „digitaler Demenz“ bei Jugendlichen

In der renommierten Fachzeitschrift Trends in Cognitive Sciences ich habe gerade einen Artikel  vom August dieses Jahres entdeckt, der gut zu meinem Artikel Warum das Internet uns schlauer macht im Augustheft von Psychologie Heute passt beziehungsweise zu einem Aspekt darin.

Geschrieben hat den Beitrag Kathryn L. Mills vom Institute of Cognitive Neuroscience, University College London. Der Titel kann gleichzeitig als Zusammenfassung dienen: Effects of Internet use on the adolescent brain: despite popular claims, experimental evidence remains scarce.

So fängt der Artikel an:

Throughout history, adults have worried about the effects of new tools and technologies on human development.

Und das ist eines der Fazits:

There is currently no evidence that typical Internet use harms the adolescent brain.

Erfreulicherweise ist die Veröffentlichung frei zugänglich. Hier noch einmal der Link.

Noch ein interessanter Artikel, dieses Mal über digitale Medien bzw. Geräte im Unterrricht (Ergänzung vom 20.10.14): Smartphones schaden dem Unterricht nicht

Und hier die Links zu meinen Posts zu meinem Psychologie-Heute-Artikel:

Wie die digitalen Medien und vor allem das Internet uns beim Denken und Lernen helfen

Warum das Internet uns schlauer macht — meine Quellen

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